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Sinn und Kunst

Ich lese Novalis und zwischen den Zeilen schwebt ein ganzes Universum. Es sind nur ein paar Worte, die mich elektrisieren und mir immer wieder sagen, meine Aufgabe besteht darin, das, was ich gelernt habe, in Leben umzuwandeln. In mein Leben, mein ganz persönliches Stückchen Leben, das nur ich beackern und bepflanzen kann. Diese Welt ist nicht tot...

Ich will mich gegen diese Worte stemmen. Gegen dieses unverhohlene "Zum Leiden ist der Mensch geboren." Und dann lese ich, welche Konsequenz Novalis zieht: "Krankheit gehört zur Individualisierung."

"Noch kennen wir nur sehr unvollkommen die Kunst, unsere Krankheiten zu benützen. Unsere Krankheiten sind alle Phänomene einer erhöhten Sensation, die in höhere Kraft übergehen will."

Ich überhöre den religiösen Aspekt und blicke auf das, was dann von diesen Worten übrigbleibt - Sinn. Ein Sinn, eine Kunst. Nicht nur die Krankheiten bewältigen oder vielleicht noch akzeptieren lernen, sondern sie als etwas Positives wertschätzen, als eine Lehre, eine Kraft, einen Wendepunkt.

Nein, diese Welt ist nicht tot. Meine Himmel liegen nicht im Sterben. Märchenaugen habe ich.
10.1.07 23:25
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sombra / Website (11.1.07 10:40)
Märchenaugen,... Ein wundervolles Wort.

Und eine wundervolle Erkenntnis, wenn man sie richtig nützt.


ariadne / Website (11.1.07 14:51)
Nicht mein eigenes Wort, leider. ich zitiere Viktor Blüthgen.

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