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Unvorhergesehene Begegnung

Ich gehe nichtsahnend durch die Kortumstraße nach einem mies gelaufenen Psychiatertermin und sehe von der Seite mit einem Blick eine ehemalige Mitschülerin. Steffi heißt sie und den Nachnamen habe ich vergessen. Ich schaue schnell weg und bin froh, dass sie mich nicht gesehen hat. Wirklich - macht mir das immer noch etwas aus?

Es ging mir heute immer wieder durch den Kopf - mit Steffi Irgendwas habe ich früher kaum ein Wort gewechselt. Ich hasste diese Stufe. Ich fand die ganze Schule snobistisch. Und gleichzeitig - ist da immer noch das Gefühl, dazugehören zu wollen. Immer noch. Es fehlt mir...

Ach, Steffi Irgendwas, was machst du mit mir? Warum bist du in Bochum... ich überlege, was ich geantwortet hätte, hätte sie mich gefragt, was ich hier mache. Studieren. Anthropologie. Die Menschen, um genau zu sein. Gibt es den Studiengang überhaupt hier an der Universität? Ich bin freischaffende Schriftstellerin. Na dazu müsste ich wohl erstmal ein paar Bücher veröffentlichen. Ich arbeite als Webdesignerin. Nichtmal gelogen, nur dass die drei laufenden Projekte noch nicht online sind.

Ich merke, ich bin noch zu abhängig von der Meinung anderer. Ich merke, ich möchte am liebsten sogar mir selbst etwas vorlügen in dieser Hinsicht. Aber das ist vergebens. Ich werde lernen müssen, zu mir zu stehen.
9.1.07 16:30
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Erdferkel (9.1.07 17:20)
Hab mir gedacht, dass diese beiden Seiten in Verbindung stehen. ariadne.net.ms und dieser Blog. Aber irgendwie werden einem solche Zusammenhänge immer erst klar, wenn man sie vorgekaut bekommt. Mag beide Projekte sehr gerne. Ein Dankeschön möchte ich auch hier lassen, für das Teilhaben lassen. Es hilft. Es grüßt und wünscht viel Erfolg auf dem weiteren Weg

das Erdferkel


shekaina / Website (9.1.07 17:25)
ich denke, es ist einer der schwersten schritte- zu sich selbst zu stehen.
das ist die letzte konsequenz, die wir zu tragen haben.
es wird irgendwann leichter, ich weiss es bestimmt.
hab dich lieb!


Footprint / Website (9.1.07 18:58)
Solange dir nicht andere Leute einreden wollen, dass du zu sehr von anderen Menschen abhängig bist.... dann wird es nämlich wirklich verwirrend.


adipositas (10.1.07 14:08)
wer hascht nicht nach anerkennung?
sei froh, das du, auch wenn du immernoch das gefühl hast, dass du dazugehören willst, nicht "dazu gehörst".
dieser snobistische einheitsmob definiert sich und sein leben oft über die falschen werte - auch wenn ein guter charakter vorhanden ist.
so ein wandelnder zombie will man nicht sein.
aber die abhängigkeit nervt. ich kenn' es.
kopf hoch, du schaffst es dich davon loszulösen!
(ja, meine wut und unverständniss überträgt sich in viele lebensbereiche)

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