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Das Monster in mir

Als Kind hat man manchmal Angst vor den Monstern, die unter dem Bett wohnen. Ich habe das Monster unter meinem Bett geschluckt, als ich klein war - seitdem wohnt es in mir, schon viele Jahre. Monster haben keine Probleme mit Magensäure, deshalb sind sie schwer verdaulich. Das Monster ist gewachsen mit all den schrecklichen Dingen, die ich über die Jahre geschluckt habe. Irgendwie hatte ich als Kind keine andere Möglichkeit, als zu schlucken. Ich war zu angepasst, um auszuspucken, und zu fremdbestimmt, um zu kotzen. Gift nährt Monster und höhlt ihre Hüllen aus. Ja, manchmal bin ich nur mehr die Hülle für das Monster in mir.

Das Monster sagt, es ist nicht genug, was ich schaffe, es ist NIE genug. Es muss mehr sein, mehr, mehr, mehr. Es muss schneller gehen und perfekter sein - und ich werde immer eine Versagerin sein. Wen wollen Sie eigentlich töten, fragt meine Therapeutin, sich selbst oder das Monster? Ein Monster macht das Leben schwer und hässlich. Man möchte es auslöschen. Das Leben. Oder das Monster. Wenn das eigene Leben durch ein Monster bestimmt ist, macht das scheinbar keinen Unterschied mehr.

Es ist kein Wunder, dass man sich eingeengt und bedrängt fühlt, wenn ein Monster in einem wohnt. Man kann das Monster nicht herausschneiden, man kann es nicht mit dem Essen auskotzen und es nicht mit Tabletten betäuben. Es reicht niemals, die äußere Situation solange zu ändern, bis man es dem Monster recht gemacht hat - denn das Monster ist nicht zufriedenzustellen. Das Monster selbst muss kleiner gemacht werden, indem man sich selbst größer macht. Die Hülle gehört mir. ICH gehöre mir. Und ich will mich nicht mit einem Monster teilen.
17.12.06 18:04
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


shekaina / Website (17.12.06 21:17)
du darfst dem monster nichts mehr zum futtern geben- es soll verhungern in dir. dh alle falschen glaubenssätze durch andere ersetzen.
kauf dir mal ein buch von l. hay - es ist wirklich der schritt zur lebensbejahung
weisst du eigentlich, dass ich stolz auf dich bin?
Du bist nicht übern Berg, aber du stehst auch nicht mehr da, wo du noch vor einigen Tagen standest oder doch?

Ich weiss es nicht, aber hoffe und denke nicht, nachdem, was du mir sagst,

ich hab dich so lieb, als würdest du einfach zu meiner HERZfamilie gehören
danke, dass es dich gibt.


Bruder K (17.12.06 22:41)
Ja - stimmt!

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