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Wandlungen

Ich bin so wahnsinnig, wahnsinnig traurig. Es ist die Traurigkeit eines Abschieds. Mein Leben hat sich gewandelt - ich bin weiter gekommen, so viel weiter, und ich gehe Schritt um Schritt aus meinem Labyrinth hinaus. Der rote Faden um mein Handgelenk beweist es mir.

Ich habe mich vom Schneiden gelöst und vom Alkohol. Ich brauche diese Dinge nicht mehr. Meine Stabilität hat zugenommen und meine Stimmung wird langsam ausgeglichener. Und ich habe nach Jahren wieder die Kraft, Dinge zu tun. Vielleicht ist es nur eine Phase oder vielleicht ist es wirklich ein großer, großer Schritt. In einem knappen Jahr bin ich ein anderer Mensch geworden und das ist allein mein Verdienst.

Aber ich spüre, dass das Leben mir nicht das zu geben vermag, was ich von ihm fordere. Und gleichzeitig stelle ich fest, dass ich weder ihm noch mir selbst gewachsen bin.

Ich will etwas an meinem Leben ändern, aber es ist unmöglich. Meine Pläne stehen und es gibt für mich keine andere Möglichkeit, Fuß in dieser Welt zu fassen. Lebenswert ist für mich ein Wort, dass ich gut kenne - das für mich jedoch keine Allgemeingültigkeit besitzt. Das Leben ist für mich nicht als solches und prinzipiell lebenswert. Mein Denken und Fühlen ist differenzierter. Ich bin anders. Ich bin vielleicht todgeweiht.

Jemand sagte einmal zu mir: "Sie sind gar nicht so depressiv - Sie sind unglücklich. Das ist ein Unterschied. Warum sind Sie nur so todunglücklich?"

Mein Leben macht mich todunglücklich. Ich bin aus anderem Holz geschnitzt. Aus dem hässlichen schwarzbraunen Wrack ist ein schillernder Schmetterling geworden, der in dieser Welt genauso nutzlos, empfindsam und verloren ist, wie das Wrack es war. Ich verbrenne. Ich bin todunglücklich und mein Wunsch zu sterben ist groß. Aber ich werde ihm noch lange nicht nachgeben.
4.12.06 14:05
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


helena / Website (4.12.06 14:09)
Du bist soviel weiter alls viele andere die vielleicht die gleiche Last zu tragen haben wie du... gib nicht auf, auch wenn manchmal alles danach schreit. Du kannst den Tod anblicken, ihm sogar zulächeln, aber übergib dich ihm nicht...


shekaina / Website (4.12.06 14:10)
und das ist der letzte wichtigste schritt
die leere mit leben zu füllen
mi dem, was du WIRKLICH WILLST
und das braucht zeit
und tut weh
der abschied
das WERDEN
wir stehen wieder an derselben abbiegung
es gibt zwei wege
immer.

du bist genauso ein phönix,
nur gibst du dir nicht die chance
du verwehrst sie dir

du weisst.... !

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