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Therapieergebnis #10

Meine Therapeutin sagte, inzwischen denke sie, dass ich gesund werden und mir ein normales Leben aufbauen k?nnte - vor einem halben Jahr habe sie nicht daran geglaubt.

Sie (also Therapeutin, Psychiater...) h?tten an mir eine ganze Menge falsch gemacht und in die falsche Richtung gesteuert, weil sie alle zu wissen meinten, was das Beste f?r mich sei. Wenn ich nicht weiter in die Schule ginge, so glaubten sie, w?rde ich hospitalisiert. Dass es gar nicht darum ging, durchzuhalten und auszuharren, sondern darum, richtig zu leben, ins Leben zur?ckzufinden, das w?re ihr jetzt klargeworden. Es sei ein Fehler gewesen, sie h?tten nicht nachgefragt, ?ber meinen Kopf f?r mich entschieden und das an mir wiederholt, was ich in meiner Familie jahrendelang erlebt habe. Durchhalten, egal, was passiert. Und ich? Ich habe das Muster selbst durchbrochen, ohne ihre Hilfe - ich habe entschieden, meine Entscheidungen selbst zu treffen. Ich glaube, ich bin einen riesigen Schritt weitergekommen, ohne es richtig gemerkt zu haben. Und ich bin sogar ein bisschen stolz auf mich!

Meine Therapeutin sagt, seit meiner Entscheidung wirkte ich authentischer und weniger krank, ich sei auf einem Weg aus dem Pathologischen heraus. Und ich h?tte sie eine Menge gelehrt.

Wir sprachen noch ?ber die K?lte in meiner Familie, ?ber das Nicht Gesehen Werden, Nicht Geh?rt Werden, die riesige Kommunikationsst?rung bei uns. Vielleicht bin ich deshalb auch auf die Selbstverletzungsschiene gelangt - bei so viel sich nicht sp?ren d?rfen, sich nicht sp?rbar machen d?rfen, war es eine M?glichkeit zu merken, dass ich lebe. Ach wie klassisch.
Ich habe reagiert auf die K?lte, auf die allt?glichen Verletzungen, auf den Missbrauch. Schuldig bin ich nicht, ich soll es mir immer wieder sagen. Ich war Opfer - ich versuchs zu verstehen, aber es ist echt schwer. Ich hab reagiert. Ich hab sogar versucht, etwas zu ?ndern, mit den Eltern zu sprechen, irgendwie zu ihnen durchzudringen... Die Sterilit?t in unserer Familie sah man schon am Haus. Alles wirkte so gestellt, so unbewohnt, so ungelebt. Und das war es auch. Tot, alles tot. Meine Therapeutin sagte, ich h?tte ?berlebt. Den Tod in allen R?umen, den Tod aller Beziehungen... Ich habs ?berlebt. Und es ist nicht weg, ich wei?, wie ich es gerne f?r mich haben m?chte: Ich m?chte eine Familie, in der man miteinander musiziert, redet, lacht, Karten spielt, einfach gern Zeit miteinander verbringt. Oft kann ich es noch nicht gut ertragen, aber ich m?chte trotzdem Umarmungen in meiner Familie, ich m?chte gesehen werden und mich selbst sehen k?nnen. Nie mehr unsichtbar sein... 18 Jahre lang war ich unsichtbar. Kein richtiger Mensch. Ich f?hlte mich nicht echt. Tot. Es schien mich ?berhaupt nicht zu geben und doch war ich an die Existenz meines K?rpers gebunden. Aber ich habs ?berlebt.
14.2.06 15:16
 


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Shekaina / Website (15.2.06 12:12)
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