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Fatalismus?

Ich bin immer noch 12 und lebe in einer starren Realit?t, an der ich nichts ?ndern kann - und wenn ich heute meine Realit?t ver?ndere, so kommt es mir unwirklich vor. So wie sich mir manchmal die Sprache entfremdet, Sprache, was f?r ein seltsames Wort, aus was f?r seltsamen Lauten und Kl?ngen zusammengesetzt, mit der Zunge geformt, und pl?tzlich ist alles weg, nur noch die Laute, die fremden Laute, ein Lallen, das ich nicht mehr verstehe, ich h?re nur noch die aneinandergereihten, v?llig fremden Laute. So ist das mit der Realit?t, "die" Realit?t kann man nicht beeinflussen, nicht ver?ndern, sie ist, wie sie ist. Man ist ausgeliefert, wenn man etwas ver?ndert, dann ist das keine Realit?t mehr. Traumgespinst. Nicht echt. Gar nicht passiert.
Wahrscheinlich haben meine Eltern es mir so vorgelebt. Wenn etwas passiert, dann passiert es, ohne das man etwas daran ?ndern k?nnte, also sollte man es gar nicht erst versuchen, sondern akzeptieren. Fatalistisch. So war das mit dem Mobbing - ogott war ich w?tend, dass man meine Mutter von ihrem Arbeitsplatz vertrieben hat und wie w?tend war ich, dass sie selbst es einfach hat geschehen lassen! Sie h?tte sich doch zur Wehr setzen k?nnen, aber sie hat nur geweint und alles bei mir abgeladen. Meine Vorschl?ge, wie sie sich h?tte helfen k?nnen, verpufften ungeh?rt, sie hielt noch eine Weile aus und ging dann oder wurde gegangen, ich wei? es nicht. Warf das Handtuch. Dann der Betrug durch meinen Vater, sie wusste davon, aber sie hielt aus, akzeptierte, litt - und lud alles bei mir ab. Und ich? Ich hatte doch auch ein Problem mit Mobbing in der Schule, aber ich bin weiter hingegangen, meine Realit?t lie? sich auch nicht ?ndern, ich bekam keine Hilfe und ich konnte die Schule nicht verlassen und schw?nzen fiel mir nicht ein. Ich hielt aus, akzeptierte, litt. Das gleiche zu Hause. Ich konnte nicht ausziehen, konnte mich nicht wehren gegen den Missbrauch, ich hielt aus, akzeptierte, litt.
Und heute frage ich mich, warum es mir so unwirklich erscheint, wenn ich in freien Fall anfing zu lenken und tats?chlich etwas ?ndern konnte. Warum ich immer noch nicht glauben kann, dass ich ausgezogen bin, dass ich Posaune gelernt habe, dass ich mir jetzt eine Ausbildungsstelle suche... Ich bin aktiv geworden, ich habe die fatalistische Lebenseinstellung abgelegt, ich habe mein Leben in die Hand genommen und werde es nicht wieder hergeben - selbst wenn ich mich in letzter Konsequenz umbringen muss (bitte keinen Kommentar). Aber ich muss noch viel arbeiten, um zu sehen, dass ich Kontrolle habe, dass ich die Realit?t ver?ndern kann... Himmel, ist das schwer.
27.1.06 12:55
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Shekaina / Website (28.1.06 09:08)
wir haben viel zu sehr gelernt, dass wir ..opfer sind. keine handlungsfähigen wesen. nein opfer. man findet siech damit ab und fertig. doch dazu bist du zu intelligent. zu schlau... ich denke im kopf weisst du bereits, dass dein handeln realität ist. aber das fühlen ist verzerrt- man könnte sagen entstellt. es braucht zeit.

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