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Ganz plötzlich ist sie wieder da,

von einer Sekunde auf die andere - die Angst. Sie trifft Ariadne wie ein Blitz, Herzklopfen, Klo? im Hals. Ist sie nicht einmal in ihren eigenen vier W?nden sicher? Nein... es wird enger, die Welt zieht sich um sie zusammen. Sie zieht alle Vorh?nge zu, niemand soll sie sehen k?nnen, sie ist nicht da, nie hier gewesen... Es klingelt wieder. Sie will verschwinden, verblassen... es soll sie nie gegeben haben.

Er ist grauschwarzsilberblau, wolkenfarben, und besteht aus Donner und Wind. Seine Augen gl?hen wie Blitze, gelb, voller Stolz, Instinkt und Wildheit. Unter seinen Schritten scheint sich Weite auszubreiten, w?hrend er den Raum in alle Richtungen durchmisst. Ein dumpfes Grollen erk?mpft sich einen Weg aus den Tiefen seiner Brust in seine Kehle und er sch?ttelt sein ?ppiges Fell.

Sie klettert unter den Schreibtisch, und kauert sich zusammen, eng, ganz eng... Wann werden sie aufgeben? Wenn sie jetzt gehen, werden sie ihr doch schon bald wieder auflauern, morgen vielleicht, vielleicht ?bermorgen. Wird sie ihre Wohnung denn niemals wieder verlassen k?nnen? Sie ist in die Enge getrieben, in ihre kleine Ecke. Sie schaltet das Licht der Schreibtischlampe aus, nun ist die ganze Wohnung dunkel.

Mit gefletschten Z?hnen, die in der Dunkelheit gespenstisch leuchten, wirft er sich vor sie, bereit, sie mit seinem Leben zu verteidigen. Alles scheint auf einer anderen Ebene abzulaufen, auf der keine Worte mehr notwendig sind. Seine gro?en Pfoten tappen unruhig in der Dunkelheit. Sie streckt die Hand aus und sp?rt seine warmen Ohren. Er h?lt einen Moment inne und l?sst sich kraulen, ohne dabei an Wachsamkeit zu verlieren.

Ariadne h?lt den Atem an, w?hrend das Telefon nun zu klingeln anf?ngt, mit jeden Schrillen hysterischer, so scheint es ihr. Ihre Gedanken wandern zu den beiden D?schen auf dem obersten Regalboard. Es w?re so einfach. Sie w?re verschwunden. Nicht mehr erreichbar. F?r immer. Vorbei... Sie dr?ckt beide H?nde auf die Ohren.

Langsam verklingt das Grollen zu einem leisen kehligen Knurren. Sie sp?rt eine raue Zunge ihre Hand ablecken. Kluge Augen mustern sie aufmerksam. Er gibt einen leisen Ton von sich und stupst sie an: Abschied auf W?lfisch. Dann wendet er sich ab und verblasst im Gehen.

Stille. Das Klingeln hat aufgeh?rt. Ihre Nagelbetten bluten. Sie sp?rt ihr Herz noch immer jagen und ihr wird ?bel, wenn sie an den n?chsten Tag, an das Licht denkt. Doch wieder umziehen? Raus hier, alle Br?cken niederrei?en, weg, weg, weg... Keiner w?rde es verstehen. Niemand w?rde ihr helfen. Die K?ndigungsfrist w?hrt drei Monate. Sie hat keinen F?hrerschein. Kein Recht auf Sicherheit, immer auf der Hut sein m?ssen? Bleiben die beiden D?schen. -
Aber sie hat noch so viel vor im Leben.

ca. August 05
9.1.06 23:49
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


shekaina / Website (10.1.06 08:31)
..und man sieht wie du voran gegangen bist. ich hab übrigens auch angst vor dem klingeln, deswegen war meine türglocke jetzt lange bewusst kaputt... ich denk an dich.


Winter.Kind / Website (10.1.06 12:42)
Hallo Liebes,
August, das ist lang her... Und es wird und wird und wird immer besser... *sanft drück* Pass auf Dich auf! <3

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