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Wie es heute ist

Atosil und Tavor gegen die Angst. "Ich glaube, Tavor ist das einzige, was Ihnen da jetzt helfen kann." Ich bin also wieder auf Tavor. Und Atosil, das habe ich vor drei Jahren mal genommen. Es gibt nichts Ekelhafteres als Atosiltropfen. Jetzt habe ich Tabletten.

Bei Frau Österreich versuche ich, zuzuhören. Mehrmals ertappe ich mich, wie ich nicke, ohne verstanden zu haben, was sie sagt. "Kinder fühlen sich IMMER schuldig. Sie sind da noch ein kleines Mädchen, das einfach denken MUSS, dass es das verdient hat. Aber Sie haben das nicht verdient. Versuchen Sie, daran zu denken." Aber ich kann nur wieder ans Schneiden denken, an Blut und Erleichterung. Ich nicke und denke ans Schneiden. Dann schüttle ich den Kopf. Das Muster, das Denkmuster rekonstruieren. Erst kommt die Angst, die ich noch bewältige. Dann kommt der Druck. Dagegendenken, dagegen, dagegen. Und morgens wälze ich mich wieder in Angstzuständen. Stundenlang.

Aber dann - ein Lächeln bei der Psychiaterin heute: "Sie haben eine gute Therapeutin. Und in letzter Zeit sind Sie gut vorangekommen, oder?" Ja. Keine Nonsuizidverträge mehr seit Monaten. Geschnitten, ja, aber die Phasen, in denen ich es lassen kann, werden immer länger. "Dissoziieren Sie wieder so viel?" Nein. Meine Dissoziationen sind insgesamt sogar weniger geworden. WENIGER, obwohl ich viel zu viel gesagt habe. Endlich genug gesagt, um mir richtig helfen zu lassen. Ich bin ein wenig stolz.

Und zum tausendsten Mal soll ich überlegen, ob ich mich noch mal stationär behandeln lasse. "Oder wenigstens teilstationär, Frau K." Nein. Wie immer sage ich nein.
14.5.07 19:05
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Regentropfen / Website (15.5.07 09:57)
Ich bin an dem Punkt stolz auf dich, als du sagtest, dass deine Abstände des Schneidens länger werden. An dem Punkt beginnt ein Sieg.
Deine Kämpfe und das was du durchmachst müssen so schrecklich sein.
Ich kann nicht einmal versuchen kluge Ratschläge zu geben.
Deine Not verbietet es mir.
Ich bin mir nicht wirklich sicher..., aber vielleicht - nur vielleicht - kann es dir helfen das Menschen denen du so wichtig bist, täglich an dich denken!?
Das tue ich.
Und ich wünsche dir, dass jeder neue Tag, neue tragbare Balken für deine Brücke auftauchen lässt.
Es werden dann kleine Schritte sein.
Und manchmal musst du stehen bleiben.
Für die Leute an Land wird es aussehen als kämest du nicht voran.
Aber das wird nicht wahr sein!
Wir wissen es.
Wir sind NICHT an Land, wir sind neben dir im Wasser und suchen neue Balken für dich zusammen!
Hab einen LEISEN Tag, einen der dich streichelt in der Seele.
TröpfchenUMARMUNGEN dalass


black / Website (15.5.07 20:23)
hey süße,
ich denk an dich, jeden Tag und hoffe, dass es dir bald besser geht.
Geh doch ruhig mal stationär, jetzt hast du noch die Zeit dafür, bevor die Schule anfängt. Mach es dir zuliebe. Überleg es dir wenigstens, ja ?
Alles Liebe und eine Schulter zum anlehnen.
lg black


Elena / Website (15.5.07 23:46)
hi du...
ich weiß wie immer nicht so recht was ich schreiben soll, da ich Angst hab was falsches zu schreiben...
ich bin stolz auf dich, dass du es soweit geschafft hast! du machst Fortschritte und das ist doch schon ein guter Weg wo du jetzt bist! bleib auf diesem Weg, ja? ich wünsche dir alles liebe, du schaffst es sicherlich! *knuddel*

Elena

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