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Lebenswert #3

+ Beim BLOW erste Posaune spielen
+ Ein voller Kühlschrank
+ Durch Wind und Regen laufen und laufen
+ Munchkin-Abend
+ The Greatest Medley Ever Told
+ Genug Geld für eine Straßenbahnkarte
+ Nicht von Vollidioten belästigt werden
+ Esmeralda
20.1.07 18:00


Zustände der letzten drei Tage.

Sich zu so hässlich zu fühlen und wie eine Betrügerin, voller Selbstekel, dann selbstfremd und schließlich leer. Erst der Drang, zu duschen, bis sich die eigene Haut ablöst, dann die totale Lähmung. Nicht wissen, wie man sich selbst überleben soll.
23.1.07 13:58


Manchmal...

liest man in einem Blog und will die eigene Krankheit zurückhaben, wie sie einmal gewesen ist, in dieser erschreckenden, schmerzvollen Intensität. Man sehnt sich danach, sich nicht gegen den Schneidedruck wehren zu können und so tief zu schneiden wie nie zuvor, bis auf die Sehnen, bis auf die Knochen hinunter. Man möchte hungern aus einem inneren Zwang heraus, der einfach nicht mehr da ist. Man will seine restlichen Neuroleptika in Alkohol oder Milch lösen und hinunterkippen, ohne einen Moment über die Folgen nachzudenken, aus einem entsetzlichen Impuls heraus.

Es hat zu meinem Leben gehört. Mehr Erklärung fällt mir dazu nicht ein. Irgendwie muss an dieser Stelle ein Loch entstanden sein. Sicher, es gibt diese Krisen, in denen manchmal alles ist wie früher, und diese Gefühle, die einfach kaum aushaltbar sind. Sie sind so intensiv und entsetzlich wie eh und je. Es gibt die Erschöpfung und die Traurigkeit und all das, gegen das man noch immer machtlos ist. Aber das Fehlverhalten fehlt.

Es ist ein gutes Zeichen, dass ich vor bald einem Jahr das letzte Mal meinen Oberschenkel verunstaltet habe und damit im Krankenhaus war. Es sollte sich gut anfühlen. Ich bin stolz und auf dem richtigen Weg - aber da ist dieses Loch in mir... das Fehlverhalten wächst einfach aus mir heraus und hinterlässt verbrannte Erde. Ich sehne mich nach dieses wilden, intensiven Zeiten, diesem Kokettieren mit der Gefahr. Es verhilft zu einer wahnsinnigen Lebendigkeit, immer auf dem Drahtseil zu balancieren. Wie konnte ich mir jemals wünschen, es sei vorbei? Wie kann ich mir das immer noch wünschen?

Ich wende mich ab und suche in meinem Notfallkoffer nach etwas ähnlich befriedigendem und stelle fest, dass ich keine Haargummis mit Metallverschluss mehr habe, die blaue, aufgeschürfte Handgelenke verursachen. Ich merke, da sind noch Ammoniakampullen, aber ich verbiete sie mir, weil sie für den Notfall bestimmt sind, und dies ist keiner.
23.1.07 14:16


Pralinen

Meine Hausaufgaben bis zur nächsten Therapiestunde lauten:

"Kaufen Sie sich ein paar sündhaft teure Pralinen oder eine besonders verführerische Schokolade, irgendetwas, was man sich sonst nicht gönnt, weil es zu teuer ist oder weil Champagner drin ist oder etwas in der Art. Und dann gönnen Sie sich jeden Tag etwas davon und denken dabei: Das bin ich wert."

Es ist eine kleine Übung, um das Selbstwertgefühl zu steigern. Gegendenken. Mich von dem Gedanken entfernen, ich sei so wertlos - und vor allem von dem Handeln nach dieser Maxime.

Gestern habe ich mich nicht getraut, etwas wirklich Teures zu kaufen. Nur für mich?! Meine Güte! Aber heute musste ich da durch. Ich bin in die Stadt gegangen, habe mich in einer Confiserie umgeschaut und festgestellt, dass ich nicht einmal weiß, was ich gern mag. Schließlich habe ich acht kleine Sahnetrüffelchen gekauft, die mich beinahe fünf Euro gekostet haben. Sie reichen für eine Woche. Jeden Tag eine Praline. Heute habe ich es noch nicht gewagt, eine zu essen. Aber morgen gehe ich es an.
23.1.07 23:47


Ungewollte Briefe

Meine Mutter schreibt:
P.S.: Die TCM sagt, das rechte Auge ist dem Vater zugeordnet und das linke der Mutter. Rechts bist du weitsichtig +1,25 und links kurzsichtig -0,75.

Und was zur Hölle will sie mir damit sagen? Ist das irgendwie wissenschaftlich haltbar? Genetik? Fernöstliche Medizin, sowas wie Feng-Shui für den Körper? Irgendeine schwachsinnige psychologisch-esotherische Theorie? Was soll überhaupt TCM sein?

Ich kapier das nicht.

Meint sie, ich bin meinem Vater gegenüber zu nachsichtig und ihr gegenüber zu streng? Habe ich einen verkehrten Blickwinkel? Will sie sich damit trösten oder mich unter Druck setzen? Was soll das alles?

Und wieso hab ich den verdammten Brief überhaupt gelesen?
24.1.07 14:09


Ergänzungen

Wenn man sich dermaßen schmutzig fühlt, dass man dauernd duschen könnte, bis sich endlich die eigene Haut vom Körper löst... was hilft dann?

Ich versuche, meinen Notfallkoffer zu ergänzen. Er muss den täglichen Erfordernissen wieder angepasst werden. Es fehlt etwas gegen die Leere. Da fällt mir im Augenblick noch nichts ein. Aber für das Drecksgefühl!

Schaumbäder - und dann lange in Ruhe baden gehen (ich hoffe, ich kann das auch und bin nicht zu rastlos). Ein Kleidungsstück, frisch gewaschen in den Schrank - und einen Zettel mit Erinnerung in den Notfallkoffer. Das Kleidungsstück sollte nur für diese Situation reserviert sein. Was nimmt man da? Ich denke an eine gemütliche Strickjacke und vielleicht ein Paar Socken. Wollsocken vielleicht. Aber ich habe nichts im Schrank, von dem ich denke, dass es dafür infrage kommt. Also etwas vom Ersparten abzwacken und shoppen gehen. Es dient ja dem Überleben.

Und die Leere? Was mache ich nur mit der Leere...
24.1.07 18:12


Passwort entfernt.

Ich war eine Weile allein mit meinen Gedanken und habe jetzt den Kopf wieder freier, bin weniger ver(w)irrt und ich gehe einfach weiter barfuß durch den Sumpf des Alltags. Was Leser denken? Kümmert mich nicht. Dass die Besucherzahlen steigen? Stört mich nicht. Bleibt oder geht, kommentiert oder lasst es. Ich bitte die Irren in meinem Leben in ein stilles Kämmerlein zum Tee - und dann schließe ich die Tür ab und werfe den Schlüssel weg. Es wird Zeit.

Ich schäme mich nicht. So wie mein Leben war, war es meins.
Jack London
24.1.07 19:50


Termin beim Amtsarzt.

Meine Seele durchleuchten lassen - bin ich mein Kindergeld wert? Bin ich kein hoffnungsloser Fall und lebenswürdig genug, dass der Staat mich bezahlt?

Und obwohl der Amtsarzt nett und unbürokratisch war, liegt jetzt meine Seelenhaut bloß. Ich möchte weinen und spüre keine Tränen mehr. Anstrengend. Arme herzeigen, ob ich Narben zurückbehalten habe - ein kurzer Blick, schnelles Augenabwenden - Ich seh schon. Noch nie Narben gesehen? So schlimm sind sie nun auch nicht. Amtsärztliches Gesundheitszeugnis. Zittern und versuchen, Worte zu finden. Wann wurde die Krankheit zum ersten Mal spürbar? Unter welchen Symptomen leiden sie zur Zeit besonders? Es macht mir nichts aus, meine Narben zu zeigen. Ich konnte die Fragen zufriedenstellend beantworten.

Ist denn Ihre Ärztin damit einverstanden, dass sie Ihre Ausbildung im Sommer wieder aufnehmen? Hat Stabilisierung einen Stellenwert in Ihrer Therapie und glaubt die Ärztin, dass Sie das hinkriegen? Oder überschätzen Sie sich? Zusammenzucken.

Beurteilung: [...] Es handelt sich um eine sehr lang verlaufende und immer wieder zu erheblichen Verschlechterungen neigende Erkrankung, welche auch jetzt noch eindeutig so erhebliche Symptome zeigt, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Wiederaufnahme der schulischen Ausbildung nicht möglich ist. [...]

Ich bin jetzt einfach müde. Diese Dinge sind immer schwer.
25.1.07 18:07


Erkenntnis des Tages

Notwendigkeiten sollte man sich angenehm gestalten.
26.1.07 15:23


Im Café

Wirklich schlimm sind alte Männer, die im Café vereinsamt und ohne den Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen am Tisch gegenübersitzen (es ist natürlich unvermeidlich, sie zwischenzeitlich anzuschauen, weil die Tische unglücklicherweise so ausgerichtet sind, dass man nicht einmal die klägliche Privatsphäre eines aneinander Vorbeischauens genießen darf), hin und wieder zu einem hinüberschauen (unvermeidlich) und schließlich ein belangloses Gespräch (über zwei Tische hinweg!) anfangen, bei dem man nach und nach die ganze traurige Lebensgeschichte mit verstorbener Ehefrau, Krebserkrankung und Kriegsgefangenschaft erfährt. Die Autorin bringt es ob ihrer unendlichen Höflichkeit nicht fertig, ihren FAZ-Wissenschaftsteil zu zücken und demonstrativ zwischen sich und den werten Herren zu bringen oder ihn mit Kuchen im Mund anzuniesen. Stattdessen nickt sie stets gemessen, bringt hin und wieder einen intelligenten Kommentar da und dort an und schaut gelangweilt aus dem Fenster.

Doch genauso unvermeidlich wie das einseitige Gespräch, folgt irgendwann der leicht bittere Satz: "Na ich will Sie aber nicht weiter stören". Ungeachtet der Tatsache, dass diese freundliche Rücksichtnahme viel zu spät kommt, da die Stunde, die man im Café verbringen wollte, schon fast vorbei ist, sorgt dieser einfach Satz doch dafür, dass man sich schlecht fühlt, weil man lieber aus dem Fenster gucken möchte, als sich mit einem alten Mann zu unterhalten, der sonst doch keine Freuden mehr im Leben hat (außer vielleicht einer üppigen Rente, dreizehn Enkelkindern, Golf, der hübschen Bedienung im Café, einer Kreuzfahrt auf dem Atlantik nächsten Monat, seinem Studium ab 50, in dem er demnächst seinen Doktor in Molekularbiologie machen wird, und den Rezensionen zu seinen Memoiren, die von Bastei zweimal aufgelegt wurden) - also schüttelt man entrüstet den Kopf und fordert den Herren auf, doch ruhig weiterzuerzählen, der dann sofort in die zweite Runde geht.

Um aus dieser Situation nun noch zu entfliehen, muss man entweder - bei wichtigen Terminen - ein zweites Stück Kuchen bestellen und einen Erstickungsanfall vortäuschen, oder abwarten, bis der werte Gesprächspartner die Toilette aufsucht, um dann zu hoffen, dass man ihm nie wieder begegnet. Ansonsten wird sich das Gespräch bis in die späten Abendstunden ziehen.

Eigentlich gibt es nur eine Konsequenz, die man ziehen kann, wenn man so etwas nicht mehr erleben will: Nie mehr allein ins Café.
26.1.07 15:41


Unter Blinden

... ist der Einäugige König.

Sie sind intelligent. Sie sind hübsch. Sie haben Charme. Sie sind witzig. Sie müssen sich damit abfinden, dass Sie hier gemocht und geschätzt werden!

Das ist aber nett, das in der Klapse auf einer Station gesagt zu bekommen, auf der lauter Soziopathen herumlaufen. Lange nicht mehr unter normalen Menschen gewesen, hm?
26.1.07 16:21


Frau K. setzt ihren Dickkopf durch.

Ich melde mich im Februar für einen dualen Bildungsgang an - Allgemeine Hochschulreife und eine Ausbildung zur staatlich geprüften gestaltungstechnischen Assistentin. Wenn alles glatt geht, dann werde ich im August anfangen. Es wäre der perfekte Bildungsgang für mich, Gestaltung und Abitur - ich will es diesmal schaffen. Meine LKs sind dann vorgegeben, Gestaltungstechnik und Englisch, die Wahlmöglichkeiten für die anderen beiden Abiturfächer ziemlich eingeschränkt - aber egal, egal, egal.

Es dürfte eigentlich keine Probleme geben. Ich habe nur noch Angst, dass man mir sagt, ich darf vielleicht doch nicht, weil ich zu lange in der gymnasialen Oberstufe war. Aber das ist nicht wahrscheinlich. Es ist nur nicht komplett auszuschließen. Oh bitte, ich möchte diese Chance!

Und mir ist so egal, was irgendein Amtsarzt denkt. - Frau K. ist verdammt nochmal fähig, ihre Ausbildung fortzusetzen.
26.1.07 19:01


300/Hintergrundinformationen.

Die Autorin ist
21. Nicht totzukriegen. Teetrinkerin. Warmduscherin. Sarkastisch. Ein Nervenbündel. Schlagfertig. Schlafgestört. Nichtraucherin. Eis-im-Winter-Esserin.

Die Autorin lebt
Immer noch. In einer eigenen Wohnung. In einer Partnerschaft.

Die Autorin sagt
Ständig: "Zum Bleistift". "Tut mir leid, aber...". "Wie bist du denn drauf?". "Dito". "Du bist doof". "Achso". "Sorry, ich hab gerade mal nicht zugehört". "Redest du mit mir?" "Komm mal wieder runter". "Jetzt sprich doch mal deutsch!"
Selten oder nie: "Mach doch mal schneller". "Lass mich einfach in Ruhe und verpiss dich". "Meine Güte, ist das langweilig". "Muss ich jetzt wirklich hier sein?" "Du bist ein mieses kleines Arschloch, warum suchst du dir nicht ein anderes Opfer?"Aber sie denkt es ständig.

Die Autorin mag
Tee. Tomaten. Die Comedian Harmonists. Crossing Jordan. Ehrlichkeit. Witz. Latein. Herbst. Jeans. Steak. Hunde. Standardtanz. Die FAZ Sonntagszeitung.

Die Autorin verachtet
Esotherische Halbwahrheiten. Pro-Ana. Extrem schlechte Layouter, die sich mit ihrem Halbwissen brüsten. Die albernen Snobs von ihrem Ex-Gymnasium. Menschen, die weder das Apostroph noch den Genitiv zu benutzen verstehen. Die Bildzeitung und ihre Leser.

Die Autorin versteht nicht
Warum Kaffee das zweitgrößte Exportgut der Welt ist. Wie man sich Talkshows im Nachmittagsprogramm antun kann. Wieso Vollididioten ihre Klappe immer besonders weit aufreißen müssen. Wieso so viele Leute gerne Sekt trinken. Was der Ernst des Lebens sein soll.

Die Autorin lacht über
Bernd das Brot. Munchkin. Die Simpsons. Bücher von Terry Pratchett. Klischees. Ihre Ex-Vermieterin. Dr. House. Galgenlieder. Mathematikerwitze. Nonsenspseudowitze. Schlechte Saxophonisten. Die Peanuts.

Die Autorin hat
Einen Partner. Ein Kaninchen namens Esmeralda. Einen leicht verzerrten Humor. Keine Lust auf Konkurrenzkampf. Ziemlich viele Bücher. Einen alten Bildschirm mit 600 x 800px Bildschirmauflösung.
29.1.07 21:36


Ein dreißigster Januar

Vier Stunden. Mit dem Rücken an die Heizung gelehnt auf dem Fußboden sitzen. Gedanken verschwimmen. Kopf zurücklegen. Warten. Weinen. Warten. Vier Stunden ohne Beschäftigung. Kein Lesen. Kein Schlafen. Mit keinem Menschen sprechen. Sich kaum bewegen. Das Zimmer nicht ohne Angst verlassen können. Herzklopfen. Weinen. Erschöpfung. Warten. Rückenschmerzen. Kopfschmerzen. Dämmerung. Dunkel.

Die Aufnahme war um ein Uhr mittags, keine Ausgangsregelung getroffen. Der Arzt ist sich nicht sicher, ob ich absprachefähig bin. Will später noch einmal mit mir reden - und hält dieses Versprechen nicht. Die Entlassung um viertel vor zehn am Abend. Vier Stunden völlig allein, eingesperrt in diesem Zimmer, das ich nur für jeweils zwei Minuten verlasse, um Bedarf zu nehmen und um dem Pflegepersonal zu sagen, ich möchte mit dem AvD sprechen.
"Ich werde hier irre." -
"Und was soll ich jetzt tun?"


Ich rufe S. an, bitte ihn, mich rauszuholen. Total aufgelöst. Ich weine, kann kaum sprechen. Kahles Bett. Zweibettzimmer, Mitpatientin nicht da. Kein Einzelzimmer frei. Ein Pfleger hat mir mittags Essen in meine Parzelle gebracht. Ich vergesse, wo vorn und wo hinten ist, oben und unten.

Um viertel nach sieben das erste Gespräch mit der Ärztin. Fünfzehn Minuten Diskussion. Ich soll dableiben. Sie möchte mich nicht gehen lassen. Ich werde fast wahnsinnig. Eingesperrt. Fremd. Müde von der Bedarfsmedikation. Zu lange mit meinen Gedanken alleingelassen.
"Dass es Ihnen schlecht geht, sehe ich, wenn ich Sie anschaue. Warum wollen Sie nicht wenigstens bis morgen bleiben?"
Sie geht drei Minuten, bevor S. kommt.

Um neun das zweite Gespräch mit der Ärztin, über eine halbe Stunde. Sie spricht mit S. Fragt mich anschließend immer wieder, warum ich gehen will, sagt, meine Therapeutin habe sicher nicht leichtfertig entschieden, mich dazubehalten. Ich will nur nach Hause. Diese Leere quält mich, dieses Zimmer ist wie ein Kerker für mich. S. kämpft. Diskutiert. Die Ärztin fragt nach meiner Vergangenheit. Sagt, mein Verhalten sei unfair. Ich soll bleiben, wenigstens bis morgen, und dann mit dem zuständigen Arzt sprechen. Wir diskutieren weiter. Ich will gehen. Ich will nach Hause.

"Ich merke schon, Reisende kann man nicht aufhalten."
Lässt mich unterschreiben, dass ich gegen ausdrücklichen ärztlichen Rat die Behandlung abbreche. Ich frage mich, welche Behandlung. Spreche es nicht laut aus. Ich unterzeichne, dass ich mich am Tag darauf melde und bis dahin alle Dinge in Begleitung von S. unternehme. S. unterzeichnet, dass er mich bei Verschlechterung meines Zustandes sofort in die Klinik zurückbringt.

Um zehn vor zehn verlassen wir das Gebäude. Ich atme ein und bin erleichtert. Nie wieder Psychiatrie. Es gehört nicht mehr zu meinem Leben. Ich halte das nicht mehr aus. Ich brauche es nicht mehr. Ich will endlich gesund werden.
31.1.07 14:15


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