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Ruhigsteller

Was ich an Neuroleptika hasse, ist, dass sie mich müde machen, aber nicht ruhig. Sie vernebeln und machen handlungsunfähig, aber sie bringen keine Erleichterung, es sind einfach nur Ruhigsteller. Ich hasse es, ruhiggestellt zu sein, es macht mir Angst, ich habe das Gefühl, nicht mehr genügend auf mich und meine Umgebung aufpassen zu können, weil die Medikamente meine Sinne trüben und meine Reaktionen verlangsamen. Diese Ohnmacht ist für mich viel schwerer zu ertragen als meine dauernde Unruhe, Angst und Rastlosigkeit.

Ein einziges Medikament gibt es, das anders - "richtig herum" - auf mich wirkt, das mich ruhig macht, aber nicht müde: Tavor. Es ist ein gefährliches Medikament, das sehr schnell abhängig machen kann, aber es ist das einzige, das mir hilft statt mich nur noch hilfloser zu machen.
17.6.07 14:12


Ich fühle mich wie ein Kind,

genauso wie ich mich mit neun gefühlt habe, nur dass ich mich mit neun nicht so fühlen durfte wie eine Neunjährige. Es kehrt sich alles um. Ich sitze auf diesem Stuhl in Frau Österreichs Zimmer und möchte am liebsten die Beine anziehen und meine Arme darum schlingen, den Kopf vergraben und ganz verschwinden. Stattdessen kreuze ich die Arme über dem Bauch, senke den Blick und fühle mich wie als Kind, unmündig und stumm. Für mich bin ich immer noch ein junges Mädchen, ein Mädchen, mehr nicht, aber mit 21 bin ich eine erwachsene Frau, ich sollte es zumindest sein. Ich sollte so mündig sein, so autonom, dass ich für mich sorgen und meine Entscheidungen endlich selbst treffen kann. Ich tue es auch, Tag für Tag. Aber Teile von mir sind nicht älter als sieben oder neun oder zwölf... und immer noch furchtbar hilflos und klein. Neulich habe ich ein Foto von mir mit zehn gesehen - die Augen so alt wie die einer Rentnerin. Es ist, als wäre ein Teil von mir schon mit zehn uralt gewesen, während andere nie erwachsen werden konnten. In mir bin ich so anders, so fremd, dass ich mir niemals vertraut, niemals mit mir im Einklang sein werde.
13.6.07 19:55


SO fertig

Ich denke darüber nach, die Therapie abzubrechen. Das hat doch alles keinen Sinn. In meinen Leben bricht so viel weg im Moment... ich versuche, es irgendwie auszusprechen, mich be.greifbar zu machen - es gelingt mir nicht. Ich muss es einfach aushalten. Es kommt mir vor, als käme einfach noch eine Kriegsfront dazu und noch eine und noch eine - WIE soll ich das schaffen? Es wird einfach immer schlimmer. Ich bin total fertig. Schlafe nur noch auf dem Sofa in der Küche, bei Licht und mit drei Tabletten, zwei grünen und einer weißen. Und hänge nur rum. Ich breche die Therapie ab. Es ist sinnlos.
12.6.07 19:33


Meine Psychiaterin

Ich werde verrückt vor Schmerzen. "Wir lassen Sie damit nicht alleine, Frau K.!" Sie klingt herzzerreißend mitfühlend. Unterleibsschmerzen. Ich hatte eine Zwischenblutung, ich kann kaum aufstehen. "Ich spreche mit Ihrer Gynäkologin - Sie müssen nichts erzählen und sie wird entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen." Toll, wenn man Benzodiazepine braucht, damit man diese simple Untersuchung übersteht.

Mein Kopf lässt mich nicht in Ruhe. Flashbacks nehmen mich alltäglich gefangen. "Es sind massive Flashbacks, oder?" Nicken. Dissoziationen. Blackouts. Ich mache alle halbe Stunde Notizen. Schreibe Tagespläne. Es ist eine Krise.

"Dass Sie in dieser Krise nicht suizidal geworden sind, das überrascht mich - positiv. Ich hätte das nicht erwartet. Sie können stolz auf sich sein!" Bei allem Leid muss ich lächeln. Immer brauche ich die Anerkennung von außen, damit ich selbst sehen kann, was mir dennoch gelingt.

Die Schlaftabletten soll ich weiter täglich nehmen. "Ich bin eigentlich geizig mit Medikamenten. Aber ich glaube, dass Sie im Moment einigermaßen schlafen können, ist auch ein Grund, dass sie bisher nicht suizidal geworden sind. Schlaf ist sehr wichtig für Sie, besonders in so instabilen Phasen."

"Wir lassen Sie damit auf keinen Fall alleine, Frau K.!" Sie betont es zum Abschied nochmal. Ich bin dankbar.
7.6.07 23:00


Refugium

Refugium ist ein Wort, mit dem hier ein kleiner, sicherer Ort in einer unsicheren, beunruhigenden Welt bezeichnet wird.
Lemony Snicket


Ich hänge an mein Hochbett eine Decke, stelle meinen Lederhocker darunter und staffiere das Ganze mit Kissen aus - schaffe einen ganz kleinen Rückzugsort in meiner schon ziemlich kleinen Wohnung. Rückzug bedeutet Schutz. Jetzt noch einen heißen Kräutertee und ein Kinderbuch. Meine Welt muss wieder in Ordnung kommen.

Domus tutissimum cuique refugium atque receptaculum.
(Corpus Iuris Civilis, Digestae 2. 4,18)
30.5.07 13:54


Stockholm-Syndrom

Immer wieder die Solidarität zum Täter - sie kommt immer wieder und drückt mich erbarmungslos gegen die Wand und lässt mich nicht mehr sein... egal, wieviel der Täter von meinem Leben zerstört hat und was er in mir immer weiter zerstört. Er macht mich ganz wehrlos, ich richte mich gegen mich selbst, denke immer wieder, ich bin die Schuldige, ich habe es verdient, dass man mich demütigt und mir wehtut, mich seelisch und körperlich misshandelt. Es gibt mir meine Existenzberechtigung zurück, die immer vom Täter abhängig war, ich musste mich verbiegen, ich musste, musste, musste, man ließ mir keine Wahl, ich war gezwungen, den Täter noch dafür zu lieben, wie schwer er mich misshandelt hat.
29.5.07 19:45


Hier zu Hause

bin ich sicher. Ich muss mir diese kleine Wohnung mit niemandem teilen, niemand kommt herein, wenn ich es nicht will. Diese Wohnung ist mein sicherer Ort, mein Stückchen Privatsphäre. Das kann ich nicht aufgeben, das werde ich nicht aufgeben. Nicht mal für eine stationäre Krisenintervention.
29.5.07 19:05


Krise

Benenn es, es ist ein schwerer depressiver Schub, sprich es aus, sag endlich, wie es ist. Es ist ein Kann.nicht.mehr und ein ganzes Meer von Zweifeln an mir und an der ganzen Welt. Es ist ein Versinken in Kraftlosigkeit und eine Kontaktlosigkeit, aus der mich niemand aufrüttelt.

Ich kann nicht mehr zeichnen, habe es ganz verlernt. Ich übe nicht mehr Posaune, schon lange nicht mehr, gehe nur noch lustlos zu den Proben und halte es kaum aus, solange konzentriert sein zu müssen. Ich koche nicht für mich, vergesse zu essen und trinke nicht genug. Ich habe keine Kraft mehr für Treffen mit Freunden. Ich lese weniger und döse mehr, höre keine Musik, gehe nicht mehr spazieren, schaue nicht mal mehr einen ganzen Film.

Ich höre einfach auf und auf und auf.
Schön wäre es, auch einfach mit dem Atmen aufzuhören.
28.5.07 19:23


Panikattacken

bekomme ich, weil in meiner Wohnung Sachen sind, die ich nicht unterbringen kann, die einfach rumliegen. Langsam werde ich irre. Es macht mich verrückt, dass hier alles so un.perfekt ist. Es müsste gespült werden, irgendwas klebt, diese Ordner, die hier herumstehen, die Schublade mit den Pinseln, die Schreibmaschine auf dem Schrank, die Hebräischvokabeln - hier wird zu viel gewohnt, der ganze Dreck einer Existenz. Die Panik, zu existieren.
28.5.07 14:46


Verzweifelt

Aber ich halte bis Dienstag durch, weil es das Einzige ist, was ich tun kann: Durchhalten. Mich aushalten, so schwer das ist. Mir bleibt nichts anderes übrig. Die Schwärze in mir herunterdrücken und lächeln, wie ich immer lächle, wenn es mir besonders schlecht geht. Ich erwarte nichts. Ich warte nur, dass dieser Tag vorbeigeht und dass morgen und übermorgen und überübermorgen vergehen. Und betäube mich mit Beruhigungsmitteln.
25.5.07 13:45


Geheimnisträgerin - für immer

Versuche, Worte zu finden, für die schlimmsten Zustände. Kann mein Schweigen nicht brechen. Zwinge mich zurück in meine ganz persönliche Hölle und breche den Kontakt zu mir ab.

Einzelne Worte, nur einzelne Worte

Durchbruch
Abbruch
Bruch
PANIK

Liege auf den Knien und will, dass man mich schlägt und demütigt, damit es wieder so ist, wie es immer war

Damit ich einfach wieder ich bin
Ich verlier mich so sehr

"Warum wehrst du dich gegen dein Leben?"
Ich steh auf der Stelle und kann mich einfach nicht mehr rühren
24.5.07 17:30


"Schaffen Sie es bis übermorgen?"

Ich kann diesen Weg nicht alleine gehen. Ich brauche dreimal in der Woche Therapie und jeden Tag Tavor. Die Siebenjährige in mir vertusche ich mit Rouge und Mascara und versuche, meinem Spiegelbild vorzumachen, ich sei 21.

Meine Nächte sind grauenvoll. Ich liege keine Minute mehr still, darüber rettet mich kein Promethazin und keine doppelte Schlaftablette. Mein Körper muss sich unaufhörlich bewegen, sonst drehe ich durch. Schlage im Dunkeln mit den Armen an und setze mich auf, stehe auf und mein ganzer Körper brennt, dass ich beinahe kotzen muss und eine Stunde neben dem Klo liege, aber ich kotze nicht. Ich kotze nie. In mir sitzt ein Schrei fest, den mein ganzer Körper ausspucken will, so sehr, dass mein Puls an die 140 geht und ich keine Luft mehr bekomme.

Erschöpfung frisst sich durch all meine Glieder. "Verraten Sie mir, was sie gerade denken?" Nichts. Nichts. Ich denke nicht mehr. Alles geht in mir unter. Die Leere, die Machtlosigkeit, die meine Eingeweide durchsetzen, verlassen mich mit keinem Wort. Ich finde mich nicht mehr zurecht in mir, ich bin verstummt, ich bin so allein mit meiner Not, dass ich niemanden mehr an mich heranlassen kann. In meinem Kopf ist es viel zu laut geworden, um noch etwas von meinem Chaos teilen zu können.

Ich habe vergessen, wie man Musik hört. Lasse nur die Stille um mich herum zu. Vergesse, wie man sich nachmittags Kräutertee kocht und wohin ich den Zimtstreuer gestellt habe. Warum ich früher gern spazieren gegangen bin. Alles, was bleibt, ist die Härte in mir. Und die Depression, der ich nicht mehr ausweiche.
22.5.07 20:04


Ich hab nur noch Fetzen in mir

und es tut mir so weh, so unsagbar weh... ich will nur noch schreien und schreien und schreien und SCHREIEN. Über mir bricht alles ein, es bricht alles nieder und ich steh zwischen den ganzen Trümmern und die Kälte, die dreht mich einfach um und um und um. Und ich spür meine Nerven splittern und diesmal soll es mich bitte umbringen. Ich kann mich nicht mehr über.leben. Das ist zu viel, diesmal ist es zu viel, um es auszuhalten. Dies eine Mal bring ich es nicht mehr zu Ende.
20.5.07 20:17


Ich bin unberührbar

und bleibe unberührt. Niemand holt mich noch ein. Verschließe mich und vergrabe den Schlüssel in sechs Fuß Tiefe. Find keine Worte mehr für meine Verlassenheit. Bitte gebt mich einfach auf. Rückschritt für Rückschritt - wieder an den Ausgangspunkt. Ich halte mich nicht mehr aus.
20.5.07 19:00


Sag mal, weinst du...

Es regnet und mir laufen die Tränen in Strömen und vermischen sich mit den Tropfen auf meinen Wangen. Heute hat es mich gepackt und geschüttelt, alle Tränen aus mir heraus geschüttelt.

Sag mal, weinst du
oder ist das der Regen...


Frau Österreich ist heute krank und ich saß vor ihrer Tür und rang um Atem und wollte nur fünf Minuten sitzen, ohne zusammenzubrechen, und meine Wimpertusche hinterließ schwarze Streifen auf meinen Wangen. "Sehe ich sehr schlimm aus?" - "Willst du eine nette oder eine ehrliche Antwort?"

Ja, ich weine. Ja. Ja. Ich bin das Mädchen, das selbst noch hübsch ist, wenn es weint. Meine Augen werden dann noch grüner, so grün wie ein grüner Achat.

Und ich bin ganz nass geworden und wieder in meinem inneren Gefängnis angekommen und will einfach nur die Beherrschung nicht verlieren. Einfach nicht jeden Kampf gegen mich verlieren.
16.5.07 16:39


Ich kann nicht mehr.

Kann einfach nicht mehr. So am Ende meiner Kräfte. Den Tag habe ich verschlafen. Meine Couch mit der blauen Wolldecke und kaugummirote Tabletten geben mir Ruhe. Irgendwie halte ich diesen sich aufbäumenden Körper nieder, der so sehr bebt und abwechselnd heiß und kalt wird. Mein Herz zerschlägt mir beinahe den Brustkorb. In mir sitzt ein Schrei fest, den ich so sehr loslassen will und nicht kann. Wenn ich jemals anfange zu schreien, dann werde ich nicht mehr aufhören, ich werde die ganze Stadt zusammenschreien, ich werde einfach die Beherrschung verlieren und schreien wie ein verletztes Tier, einfach so lange, bis ich zusammenbreche und alles vorbei ist. Ich will schreien, bis alles vorbei ist. Bis einfach alles vorbei ist. Alles vorbei.
15.5.07 19:22


Wie es heute ist

Atosil und Tavor gegen die Angst. "Ich glaube, Tavor ist das einzige, was Ihnen da jetzt helfen kann." Ich bin also wieder auf Tavor. Und Atosil, das habe ich vor drei Jahren mal genommen. Es gibt nichts Ekelhafteres als Atosiltropfen. Jetzt habe ich Tabletten.

Bei Frau Österreich versuche ich, zuzuhören. Mehrmals ertappe ich mich, wie ich nicke, ohne verstanden zu haben, was sie sagt. "Kinder fühlen sich IMMER schuldig. Sie sind da noch ein kleines Mädchen, das einfach denken MUSS, dass es das verdient hat. Aber Sie haben das nicht verdient. Versuchen Sie, daran zu denken." Aber ich kann nur wieder ans Schneiden denken, an Blut und Erleichterung. Ich nicke und denke ans Schneiden. Dann schüttle ich den Kopf. Das Muster, das Denkmuster rekonstruieren. Erst kommt die Angst, die ich noch bewältige. Dann kommt der Druck. Dagegendenken, dagegen, dagegen. Und morgens wälze ich mich wieder in Angstzuständen. Stundenlang.

Aber dann - ein Lächeln bei der Psychiaterin heute: "Sie haben eine gute Therapeutin. Und in letzter Zeit sind Sie gut vorangekommen, oder?" Ja. Keine Nonsuizidverträge mehr seit Monaten. Geschnitten, ja, aber die Phasen, in denen ich es lassen kann, werden immer länger. "Dissoziieren Sie wieder so viel?" Nein. Meine Dissoziationen sind insgesamt sogar weniger geworden. WENIGER, obwohl ich viel zu viel gesagt habe. Endlich genug gesagt, um mir richtig helfen zu lassen. Ich bin ein wenig stolz.

Und zum tausendsten Mal soll ich überlegen, ob ich mich noch mal stationär behandeln lasse. "Oder wenigstens teilstationär, Frau K." Nein. Wie immer sage ich nein.
14.5.07 19:05


Geschwächt

Zum unzähligsten Mal fühle ich mich depressiv. Krank. Mein Körper schmerzt bis in die Haarspitzen. Ich überlege, heute in die Notaufnahme zu fahren - vielleicht helfen sie mir, diese eine Nacht durchzuschlafen. Die Angstzustände sind weniger geworden. Etwas in mir will arbeiten, aber meine Seele lässt es noch nicht.
12.5.07 19:56


Farben(Hass)Liebe

Ich färbe Klamotten von mir. Schwarz. In den letzten Jahren habe ich gelernt, schwarz zu tragen. Ich weiß, dass es mir steht. Dieses Jahr habe ich noch nichts anderes gekauft. Nur schwarz. Ich will schwärzer sein. Mehr im Dunkeln aufgehen. Mehr Nacht sein als Tag. Ich bin nicht laut. Ich schreie nicht. Niemals. Ich will keine Farbe tragen. Ich will schwarz tragen.

Als Kind habe ich rot getragen - gegen das Schweigen. Blau - für meinen Frieden. Weiß - Knochenweiß, Lichtweiß. Kräftige Farben. Bunt. Heute trage ich schwarz, grau, selten grün und lila. Ich blühe, wo und wann ich will. Ich setze Kontraste mit meinen Augen, meinem Kastanienhaar. Und verkrieche mich in meinen farblosen Klamotten.
12.5.07 19:52


Nottermin

Gestern um 18:30 Uhr noch einen Nottermin bei Frau Österreich. Sie spricht durch den Nebel zu mir, den die Medikamente in mir ausbreiten, versucht, mich zu erreichen. Es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren. Muss wieder und wieder weinen. Gegen meinen inneren Schmerz können nicht mal Benzos etwas ausrichten.

"Ich würde Sie gerne noch in die Notaufnahme schicken. Vielleicht können die Ihnen noch etwas für die Nacht verschreiben."

Ich weigere mich. Nicht die Notaufnahme - die werden mich nicht gehen lassen. Und ich will nach Hause.

Mein Kreislauf versagt. Ich kann kaum aufrecht sitzen, kann kaum etwas sehen, überall weiße Flecken, ein Rauschen im Kopf. Frau Österreich spricht weiter, aber ich höre nicht mehr, was sie sagt. Sie beugt sich weiter zu mir vor. Ich versuche, mich unter Kontrolle zu bekommen. Es geht nicht.

FLASHBACK

Ich bin ausgeliefert. Vollkommen hilflos. Die Medikamente haben aus mir eine Marionette gemacht. Frau Österreich packt mich am Handgelenk. Ich weine wie eine Irre. Kann nicht aufhören, einfach nicht aufhören. Frau Österreich redet auf mich ein, die ganze Zeit. Irgendwann werde ich ruhiger. Die Medikamente halten meinen Herzschlag gemäßigt.

"Wenn die Nacht wieder so schlimm wird wie die letzte, dann fahren Sie bitte in die Notaufnahme. Und morgen rufen Sie mich bitte an. Ich gebe Ihnen meine Handynummer."

Als ich gehe, begleitet sie mich zum Auto. Ich klappe nicht zusammen. Ich lächle, so gut ich kann, wie immer.
11.5.07 13:06


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